Tipps und Tricks für authentische Familien-Schnappschüsse

Cindy und Kay sind Eltern von zwei Töchtern und gehen auch beruflich ihren gemeinsamen Weg. Als Reportagefotografen begleiten sie Familien mit ihren Kameras durch den Alltag und fangen dabei ehrliche Momente ein: beim Zähneputzen, beim Toben, Kuscheln oder auch Frühstücken. Bei der Reportagefotografie wird weder ins Geschehen eingegriffen noch positioniert. Es geht vielmehr darum, die Momente einzufangen, die zwar auf den ersten Blick klein und alltäglich scheinen, für das eigene Herz und das Familienalbum allerdings ganz Großes bedeuten. Damit auch Euch schöne Fotos gelingen und Euer Familienalbum prall gefüllt ist, haben die beiden ein paar spannende Tipps rund um Licht, Perspektive und Details zusammengefasst. Wem das am Ende nicht genügen sollte: Cindy und Kay geben ab und zu auch Foto-Workshops in Berlin, sind deutschlandweit für Reportagen unterwegs und teilen ihre schönsten Bilder regelmäßig auf Instagram.

 

1. Licht

Da in der Reportagefotografie kein Setting aufgebaut oder positioniert wird, sondern die puren Momente eingefangen werden, arbeiten Reportagefotografen, wie auch Cindy und Kay, hauptsächlich mit natürlichem Licht. Wie das natürliche Licht in den einzelnen Situationen wirkt, hängt stark von der Tageszeit sowie dem Wetter ab. Während das Licht in der Mittagssonne beispielsweise sehr hart ist und Schatten hervorruft, ist das Licht an bewölkten Tagen eher zart und weich.

Daher raten die beiden, im Outdoor-Bereich das direkte Mittagslicht möglichst zu vermeiden. Wenn es nicht zu umgehen ist, sollten die Bilder im Schatten gemacht werden. Besonders zu empfehlen ist das Licht morgens und abends, wenn die Sonne auf- oder wieder untergeht. Wie unterschiedlich das Licht wirken kann, seht Ihr anhand der folgenden Bilder.

Outdoor-Licht: Kurz, bevor die Sonne untergeht – Warmes Licht und warme Farben.

 

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Kurz, nach dem die Sonne untergegangen ist – Weiches und pastelliges Licht.

 

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Blaue Stunde / Goldene Stunde

Zeitspanne (die nicht wirklich einer Stunde entspricht!) in der Dämmerung zwischen Sonnenuntergang und Dunkelheit. Der wird Himmel tiefblau.

 

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Indoor-Licht: Seitenlicht

Die Lichtquelle kommt von der Seite. Auf der vom Licht abgewandten Seite entsteht ein Schatten. Das verleiht den Bildern Tiefe und Konturen.

 

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Frontallicht

Der Fotograf hat die Lichtquelle im Rücken, das Licht kommt von vorne. Schatten sind kaum zu erkennen, da sie sich hinter dem Motiv befinden.

 

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Gegenlicht

Der Fotograf steht der Lichtquelle gegenüber. Diese Lichtsituation bietet Euch eine Fülle von interessanten, überraschenden Motiven und Gestaltungsmöglichkeiten. Oft bewirkt das Gegenlicht beispielsweise  eine dunkle Silhouette vor einem mittelhellem Hintergrund.

 

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2. Perspektive

Die Wirkung des Bildes hängt noch von einem weiteren Gestaltungselement ab: der Perspektive. Cindy und Kay fotografieren gerne etwas weiter von oben, denn dadurch erhält der Betrachter eine weitere Sichtweise auf die abgebildete Situation.

 

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Mehr darüber erfahrt Ihr, wenn Ihr es gleich selbst ausprobiert! Nehmt Eure Kamera, fokussiert ein Objekt und schwenkt sie mal nach links, nach rechts, nach oben und unten – beobachtet dabei, wie sich die Perspektive und die Wirkung des Bildes verändert.

 

3. Ausschnitt und Positionierung

Auch mit dem Ausschnitt und der Positionierung lässt sich die Wirkung des Bildes stark beeinflussen. Da bei der Reportagefotografie nicht ins Geschehen eingegriffen wird, sind es die Fotografen, die sich bewegen und durch ihre Position das Bild verändern. Was das bewirken kann, zeigen die folgenden zwei Bilder. Auf dem ersten Bild steht die Küche als ablenkende Umgebung im Vordergrund.

 

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Wenn Ihr einen Ausschnitt von der Situation macht und Euch auf die wichtigsten Personen konzentriert, bekommt das Bild gleich eine ganz andere Aussage.

 

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Eine weitere Möglichkeit, Ablenkung zu reduzieren und trotzdem die ganze Geschichte zu erzählen: das Bild in Schwarz-Weiß umwandeln.

 

Bild in Farbe

 

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Bild in Schwarz-Weiß

 

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4. Details

Es sind oftmals die kleinen Dinge, die zählen und unser Herz mit Liebe füllen. Das können die Mini-Hände vom eigenen Kind sein, die große Babykugel kurz vor der Geburt oder weitere intime Momente aus dem Familienalltag, die oftmals viel zu kurz kommen. Traut Euch, mit der Kamera insgesamt näher ranzugehen und statt immer nur das große Ganze auch die kleinen Details mit der Kamera einzufangen.

 

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5. Framing

Eine weitere Möglichkeit, das Bild spannender und abwechslungsreicher zu gestalten, ist die Verwendung des Framings. Framing bedeutet, ein Bild visuell einzurahmen – das kann beispielsweise gelingen, wenn man durch eine halb offene Tür hindurch fotografiert, an etwas vorbei oder etwas drüber.

 

Durch Blumen hindurch

 

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Zwischen zwei Menschen hindurch

 

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Durch die Arme der Hebamme hindurch

 

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6. Persönliche Tipps von Cindy & Kay

Nehmt Euch genügend Zeit! Bei der Familienreportage begleitet das Fotografenteam die Familie einen halben oder ganzen Tag. Warum solltet Ihr das also anders machen? Stresst Euch nicht, wenn Ihr vielleicht einen Moment mal verpasst, ein Tag hält so viele davon bereit! Nehmt die Kamera also mal einen Tag lang mit und haltet verschiedene Schnappschüsse fest. Achtet dabei auf die kleinen Details, benutzt das Framing, macht Gebrauch von den verschiedenen Lichtsituationen.

 

Beim Essen

 

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Beim Schmusen

 

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Beim Spazieren gehen

 

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Beim Toben

 

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Wenn Ihr mehr über das Thema „Schöne Familienfotos“ erfahren wollt: Cindy und Kay teilen nicht nur ihre Bilder auf ihrem Instagram-Kanal, sondern bieten ab und zu auch Foto-Workshops in Berlin an und sind deutschlandweit für Familienreportagen unterwegs. Auf ihrer Webseite findet Ihr ihr Portfolio, Kontakt sowie Workshop-Termine.

© Alle Bilder in diesem Beitrag wurden von Cindy & Kay geschossen und freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

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